Geförderte MEHRCE-Community-Projekte

LogIN

Innovative Mehrwegsysteme und Logistikinfrastruktur

Projektpartner
  • Kühne Logistics University (KLU) – Projektlead
  • HAVI Logistics
  • REMONDIS
Worum geht es?

LogIN entwickelt ein Planungsmodell für großskalige Mehrwegsysteme in der Systemgastronomie. Gemeinsam erarbeitet LogIN ein wissenschaftlich fundiertes und praxisnahes Tool zur:

  • Netzwerkplanung
  • Bedarfs- und Kapazitätsplanung
  • Gestaltung effizienter Logistik- und Spülinfrastrukturen

Diese Infrastrukturen sind zentrale Kostentreiber in Mehrwegsystemen – und entscheidend für Skalierbarkeit, Hygiene und Nachhaltigkeit.

Warum ist das wichtig?

Die neuen Vorgaben der EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) verlangen steigende Mehrwegquoten im Außer-Haus-Verzehr. Das Modell wird zudem in der Lage sein, zukünftige Entwicklungen, Regularien und Szenarien zu simulieren und zu bewerten.

Mit der Verbindung von Forschung und Praxis leistet LogIN einen wichtigen Beitrag zu:

  • zirkulären Logistiknetzwerken
  • reduzierten Kosten- und Umweltauswirkungen
  • neuem Wissen für Aus- und Weiterbildung

MIKKE

Mehrweg sichtbar machen. Kaufentscheidungen verändern. Wirkung messen.

Projektpartner
  • dotch GmbH (Projektleitung) 
  • Mach Mehrweg Pool e. V.
  • Ökopol Institut
  • TU München
Worum geht es?

Wie können Mehrwegsysteme für in Glas verpackte Lebensmittel im Lebensmitteleinzelhandel erfolgreich wachsen? Wir wissen: insbesondere bei dem Material Glas ist Mehrweg die ökonomisch und ökologisch sinnvollere Alternative. Wie verstehen das nun die Konsument*innen? Genau hier setzt MIKKE an.

Ziel des Projekts ist es, Mehrweg im Kaufentscheidungsprozess von Konsument*innen sichtbar, verständlich und attraktiv zu machen – direkt dort, wo Entscheidungen fallen: am Point of Sale.

Ab Anfang 2026 werden auf Basis der aktuellen Forschungslage in einem gemeinsamen Workshop mit Mehrwegpartnern, Wissenschaft, Marken und Handelspartnern unterschiedliche Interventionen herausgearbeitet und anschließend über ein Jahr hinweg in ausgewählten Filialen des Bio-Lebensmitteleinzelhandels getestet, beispielsweise: 

  • erhöhte Sichtbarkeit von Mehrweg-Produkten über Zweitplatzierungen
  • preisliche Incentivierungen
  • edukative Kommunikationsmaßnahmen in den Filialen

Diese Maßnahmen werden wissenschaftlich begleitet, ökologisch bewertet und auf ihre Wirksamkeit untersucht. Ziel sind belastbare Handlungsempfehlungen für Handel und Politik, um Mehrweg im Lebensmitteleinzelhandel breit zu etablieren.

Warum ist das wichtig?

MIKKE schafft damit eine wissenschaftlich fundierte Basis für die flächendeckende Einführung ökologisch vorteilhafter Mehrwegsysteme – und setzt gleichzeitig auf aktive Kommunikation, um Ergebnisse in Handel, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sichtbar zu machen.

HyMehr

Sicherheit und Hygiene für Mehrwegbehälter

Projektpartner
  • Fraunhofer IPM (Projektleitung)
  • miho Inspektionssysteme GmbH
  • Remondis Ressource Management GmbH
Worum geht es?

Mehrwegbehälter, insbesondere Becher aus Kunststoff, müssen effizient, zuverlässig und hygienisch aufbereitet werden, denn Mehrweg funktioniert nur, wenn Sicherheit und Qualität jederzeit gewährleistet sind. Genau hier setzt HyMehr an.

Das Team von HyMehr entwickelt ein automatisiertes Inspektionssystem zur Integration in Spülzentren, das:

  • Mängel (Schimmel, Rückstände, Risse) per multispektralem Sensor & KI erkennt
  • Datenbasierte Standards für Fehlerklassifizierung schafft
  • bis zu 10.000 Bechern/Stunde prüft und weiter skalierbar ist.
Warum ist das wichtig?

Die manuelle Sichtprüfung ist aktuell ein limitierender Faktor für die Ausweitung von Mehrweg. Sie ist fehleranfällig, kostenintensiv und schwer skalierbar. Durch Automatisierung können Prozesse effizienter gestaltet und gleichzeitig hohe Hygienestandards sichergestellt werden – im Einklang mit bestehenden Vorgaben wie der DIN SPEC 91510.

Dafür möchte HyMehr in seinem Projekt technologische Grundlagen für sichere, standardisierte Mehrwegsysteme schaffen.

EmpInVision

Leergut-Bestandserfassung durch Computer Vision

Projektpartner
  • Fraunhofer IML
  • Pro Mehrweg – Verband zur Förderung von Mehrwegverpackungen e. V.
Worum geht es?

Wie können Leergutbestände im Getränkefachgroßhandel schneller und digital erfasst werden, um  Datenverfügbarkeit und -austausch im Getränke-Mehrwegsystem zu optimieren? Für diese Frage entwickelt das Projekt EmpInVision eine Lösung.

EmpInVision pilotiert ein kamerabasiertes System, das:

  • Leergut automatisch erkennt und digital erfasst
  • Daten strukturiert in bestehende Systeme integriert
  • den Informationsaustausch zwischen Handel, Logistikern und Herstellern optimiert
Warum ist das wichtig?

Der Getränkefachgroßhandel ist das logistische Rückgrat des Getränke-Mehrwegsystems. Hier werden täglich große Mengen an Leergut bewegt, sortiert und gelagert, bevor sie zur Wiederbefüllung zurück zu den Herstellern gehen. Die Leergut-Bestandsaufnahme und Informationsweitergabe erfolgt dabei meist nur teilweise digitalisiert.

Eine digitale Erfassung und ein automatisierter, standardisierter Austausch von Bestandsdaten ist eine wichtige Grundlage für die weitere Optimierung von Mehrwegkreisläufen. Durch Digitalisierung können Abläufe beschleunigt, die Transparenz erhöht und die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette verbessert werden.

Neben dem Praxistest wird EmpInVision auch die ökologischen und ökonomischen Potenziale des erprobten Ansatzes und seine Anwendbarkeit auf andere Mehrweganwendungen untersuchen und bewerten.

CU HUB

Reuse Hubs für Mehrwegverpackungen im FMCG-Lebensmittelbereich

Weitere Informationen folgen.