Das Interpool-Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen vierzehn Organisationen aus vier europäischen Ländern. Gemeinsam erforschen und testen wir die Rahmenbedingungen für Pooling-Systeme, um die Wiederverwendung von Glasverpackungen grenzüberschreitend zu skalieren. Das Projekt wird durch Interreg Nordwesteuropa gefördert.
Ziele
- Erfassung bestehender Systeme in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland.
- Identifizierung technischer, logistischer und politischer Hindernisse.
- Festlegung, wie Systeme grenzüberschreitend funktionieren können.
- Lernen aus den praktischen Erfahrungen von Händlern, Abfüllern und Innovatoren.
- Erstellung eines gemeinsamen Aktionsplans für Mehrweg-Glasverpackungen in Europa.
Projektbeschreibung
Interpool hat das Ziel, das ungenutzte Potenzial der grenzüberschreitenden Wiederverwendung von Glasverpackungen zu erschließen. Das Projekt läuft von Januar 2026 bis Juni 2029.
Glas eignet sich hervorragend zum Waschen, Befüllen und Wiederverwenden. Obwohl die neuen Verpackungsvorschriften der EU (PPWR) den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft vorantreiben, ist das Potenzial der Glaswiederverwendung noch durch nationale Grenzen begrenzt. Interpool möchte dies ändern: Mit unserem Projekt wollen wir Grenzen überwinden.
Derzeit folgen Mehrwegsysteme je nach Land oder Branche unterschiedlichen Logiken. Interpool bringt Vorreiter aus Nordwesteuropa zusammen, um Lösungen zu harmonisieren. Gemeinsam mit Akteuren entlang des gesamten Lebenszyklus von Produkten arbeiten wir daran, Mehrwegsysteme länderübergreifend aufeinander abzustimmen. Ziel ist es, Glasverpackungen gemeinsam in Umlauf zu bringen, zu sammeln, zu reinigen und wiederzuverwenden. Dadurch soll die Wiederverwendung von Glas in der gesamten Region sowohl wirtschaftlicher als auch umweltfreundlicher werden. Die Harmonisierung von Infrastruktur und Prozessen kann die Komplexität verringern, die Kosten der Abfall- und Kreislaufwirtschaft senken und Skaleneffekte in den beteiligten Ländern ermöglichen.
Wiederverwendbares Glas zählt zu den vielversprechendsten Lösungen, um die europäischen Klimaziele zu erreichen. Sein Potenzial lässt sich jedoch nur durch Zusammenarbeit ausschöpfen. Das Interpool-Konsortium besteht aus vierzehn Partnern aus Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden, darunter Nichtregierungsorganisationen, Organisationen der erweiterten Herstellerverantwortung (Producer Responsibility Organisations), Wissens- und Forschungseinrichtungen sowie kommunale Verwaltungen. Diese breite Partnerschaft bietet eine einzigartige Chance, Fragmentierung zu vermeiden und den branchenweiten Übergang zu Mehrwegsystemen zu beschleunigen.
Von Waschanlagen und Glaslieferanten über Supermärkte, Lebensmittel- und Getränkehersteller bis hin zu den Verbrauchern – die gesamte Wertschöpfungskette kann von einem zugänglicheren und effizienteren Wiederverwendungssystem profitieren.
Die Aufgaben des Mehrwegverbandes im Interpool-Projekt:
- Leitung von Aktivität 1.2: Erfassung und Analyse bestehender (inter)nationaler Wiederverwendungssysteme
- Beteiligung an allen Aktivitäten der Arbeitspakete 1 & 3
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