LEH auf dem Mehrweg

Lebensmittel verpackungsarm einkaufen

Beim Gang durch den Supermarkt sind viele Lebensmittel, wie Joghurt, Öl oder eingelegtes Obst und Gemüse in Einweg-Plastik, -Glas oder Konserven verpackt. Diese kurzlebigen Verpackungen führen zu ganz schön viel Abfall in den Mülleimern zuhause. In Deutschland fallen jährlich durchschnittlich 227 Kilogramm Verpackungsabfall pro Person an. Etwa 60 Prozent der Verpackungen in Haushalten entfallen dabei auf Lebensmittel- und Getränkeverpackungen.

Mehrweg als Lösung für weniger Verpackungsmüll

Durch ein breites Angebot von Mehrwegverpackungen, die vielfach wiederverwendet werden, können wir verpackungsärmer und klimafreundlicher einkaufen. Wenn Limonade, Saft oder Bier in Mehrwegflaschen abgefüllt werden können, warum nicht auch Öle oder Wein? Erste Mehrweg-Konzepte stecken noch in den Kinderschuhen – wir setzen uns dafür ein, dass sie wachsen.

Das Projekt „Lebensmitteleinzel­handel auf dem Mehrweg“

Mit dem Projekt „Lebensmitteleinzelhandel auf dem Mehrweg“ möchte der Mehrwegverband Deutschland e.V. in Kooperation mit der Deutschen Umwelthilfe e.V. den Einsatz von Mehrwegverpackungen für vorverpackte Lebensmittel fördern. Fokus sind dabei die Produktgruppen Obst- und Gemüsekonserven, Wein, Speiseöl, Speiseessig, Molkereiprodukte, Brotaufstriche, Kaffee- und Kakao, Babybeikost. Ziel ist es, Umwelt- und Klimavorteile von Mehrweg für diese Lebensmittelkategorien bekannt zu machen und Akteur:innen im Handel und in der Produktion zu vernetzen, um den Einsatz von Mehrweg voranzutreiben.

Über aktuelle Veröffentlichungen und anstehende Veranstaltungen halten wir Dich hier auf dem Laufenden.

Ihr möchtet mit uns in Kontakt treten?
Unsere Ansprechpartner*innen findet ihr am Ende der Website.

Dieses Projekt wird durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Kompendium "Potenziale für Mehrweg im Einzelhandel"

Handlungsempfehlungen zur Umstellung von Einweg auf Mehrwegsysteme für vorverpackte Lebensmittel

Was bei Mineralwasser und Joghurt längst funktioniert, sollte auch für viele andere Lebensmittel selbstverständlich werden: Mehrweg. Produkte im Glas kaufen, im Supermarkt zurückgeben, spülen und wiederverwenden – ein einfaches System mit großer Wirkung.

Das neue Kompendium zu Mehrwegpotenzialen bei vorverpackten Lebensmitteln zeigt, wie groß dieser Hebel tatsächlich ist: Jährlich fallen in Deutschland rund 18 Milliarden Einweg-Verpackungen im Lebensmittelbereich an. Allein in ausgewählten Produktkategorien wie Wein, Obst- und Gemüsekonserven, Öl und Essig könnten durch Mehrweg bis zu 710.000 Tonnen Verpackungsabfall, 409.000 Tonnen CO₂ und 143.000 Tonnen Rohstoffe eingespart werden.

Der Mehrwegverband Deutschland e.V. hat das Kompendium gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe initiiert und unterstreicht damit seine zentrale Rolle als Impulsgeber und Vernetzer der Branche. Ziel ist es, Mehrwegsysteme aus der Nische in die Breite zu bringen und konkrete Lösungen für den Handel aufzuzeigen – etwa durch offene, gemanagte Poolsysteme, die von mehreren Abfüllern und Händlern gemeinsam genutzt werden.

Denn aktuell haben Verbraucherinnen und Verbraucher im Supermarkt oft gar keine echte Wahl: Mehrwegprodukte sind noch zu selten und häufig schlecht sichtbar platziert. Genau hier setzt der Mehrwegverband an – mit klaren Empfehlungen für bessere Sichtbarkeit, einfache Rückgabe über bestehende Pfandsysteme und eine stärkere strategische Verankerung von Mehrweg im Handel.

Welche politischen Rahmenbedingungen es jetzt braucht und wie Produzenten, Handel und Mehrwegsystemanbieter gemeinsam den Wandel gestalten können, zeigt das vollständige Kompendium.

Einfach unten auf „Download“ klicken und im Kompendium nachlesen!

Zur gemeinsamen Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe und des Mehrwegverbandes Deutschland e.V.  geht es hier.

Über das Kompendium wurde auch bereits in der Fachpresse berichtet, unter anderem bei:

Online-Beratungen zur Umstellung auf Mehrweg

Im Rahmen des Projekts „LEH auf dem Mehrweg“ bietet der Mehrwegverband Deutschland e.V. kostenlose Online-Beratungsgespräche zur Umstellung von Einweg- auf Mehrwegverpackungen an.   

Die Beratungsgespräche richten sich an alle interessierten Produzenten und Abfüller sowie an Interessierte aus dem Handel. Dabei beantworten wir eure Fragen zu Mehrwegsystemen. Insbesondere können wir zu Glasverpackungen beraten.  

Die Beratungen stützen sich auf die Erkenntnisse des vor Kurzem erschienenen Kompendiums „Potenziale für Mehrweg im Einzelhandel“, eine Studie, die vom Mehrwegverband Deutschland e.V. gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe initiiert und im Rahmen des Projekts „LEH auf dem Mehrweg“ durchgeführt wurde. Gefördert wird das Projekt von der Verbändeförderung des Umweltbundesamts.   

Wir freuen uns über euer Interesse! Ein Beratungsgespräch könnt ihr ganz einfach über den Kalender vereinbaren. Verfügbare Termine findet ihr für den Zeitraum Juni-Juli.

Kontakt

Nicole Seyring
Senior Projektleitung
nicole.seyring@­mehrwegverband.de

Merle Remy
Referentin Kommunikation und Projektmanagement
merle.remy@­mehrwegverband.de